„Gender
Mainstreaming bedeutet, bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die
unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Männern und
Frauen von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen, da es keine
geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt.“
(Gender
Mainstreaming. Was ist das? Broschüre des Bundesministeriums für
Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Berlin 2002)
Das
von der EU im Amsterdamer Vertrag rechtsverbindlich vorgeschriebene
Leitprinzip versteht sich als Querschnittsaufgabe für alle
Politikfelder, um die Gleichstellung der Geschlechter auf politischer,
organisationaler und individueller Ebene zu erreichen.
Gender
Mainstreaming ist nicht nur eine Aufgabe der Politik, sondern auch der
Auftrag an Organisationen, die Geschlechterperspektive strukturell,
konzeptionell und handlungsbezogen zu berücksichtigen. Als
Top-down-Strategie bedarf Gender-Mainstreaming der Implementierung
durch die jeweils höchste Führungsebene.
KomBi
hat im Dezember 2001 Gender Mainstreaming als verpflichtendes
Leitprinzip für die Grundlage seines Handelns verankert. Dabei konnte
auf Prinzipien wie Geschlechterparität bei der Stellenbesetzung und
gendersensible Sprache zurückgegriffen werden, die der Trägerverein
schon seit längerer Zeit anwandte.
Das GM-Konzept von KomBi konkretisiert die strukturelle Umsetzung von GM
für den Trägerverein und sein Personalmanagement. Es formuliert bei der
konzeptionellen Umsetzung von GM Kriterien für die Genderkompetenz von
Organisation und MitarbeiterInnen und bezieht sie auf das pädagogische
Konzept der Lebensformenpädagogik. Bei der handlungsbezogenen Umsetzung
von GM für die Bildungsarbeit thematisiert es Qualitätsstandards, geht
auf die wesentlichen Aspekte gendersensibler Sprache im Kontext von
Bildungsarbeit zu LGBT-Lebensweisen ein und benennt Umsetzungsbeispiele
aus der eigenen pädagogischen Praxis.
Das von KomBi entwickelte GM-Konzept finden Sie hier:
GM-Konzept_KomBi.pdf